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1.-Mai-Demos in Berlin und anderen Städten

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1.-Mai-Demos in Berlin und anderen Städten

Stand: 01.05.2021 21:20 Uhr

Trotz der Corona-Pandemie sind am Tag der Arbeit Zehntausende Menschen in ganz Deutschland auf die Straßen gegangen. In Berlin kam es bei einem großen Protestzug zu Auseinandersetzungen mit der Polizei.

In mehreren deutschen Städten sind trotz der Corona-Pandemie am Tag der Arbeit Zehntausende zu Demonstrationen auf die Straße gegangen. Neben den traditionellen Veranstaltungen der Gewerkschaften gab es auch Protestzüge linker und linksextremer Gruppen.

So versammelten sich in Frankfurt am Main nach Angaben der Polizei mindestens 3000 Menschen zu einem „Tag der Wut“ auf dem Opernplatz. Von dort zogen sie durch das Bahnhofsviertel. Die Veranstalter hatten den Behörden ursprünglich rund 500 Teilnehmer angekündigt. Es kam zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten, wobei die Beamten Schlagstöcke einsetzte und mehrere Menschen festnahm.

Tag der Arbeit ist der Tag der Gewerkschaft: Zusammen durch die Corona-Krise
Johannes Jolmes, NDR, tagesthemen, 21:20 Uhr, 1.5.2021

Räumpanzer und Wasserwerfer in Hamburg

In Hamburg ging die Polizei ebenfalls gegen eine nicht genehmigte Demonstration von etwa 300 Personen im Schanzenviertel vor. Sie räumte die Straße vor der Roten Flora mit Wasserwerfern, Räumpanzern und Hunderten Beamten. Auch am Hauptbahnhof setzten Beamte etwa 150 Menschen in einer Seitenstraße fest. In der Nähe der Messehallen wurde eine Gruppe von 40 Menschen in Gewahrsam genommen.

Die sonst am 1. Mai in Hamburg üblichen Demonstrationen linker Gruppen waren zuvor aus Gründen des Infektionsschutzes untersagt worden. Aus der linken Szene gibt es massiven Protest gegen die Demo-Verbote, dort fühlt man sich der Versammlungsfreiheit beraubt. 

Großdemo in Berlin

Die größte Veranstaltung fand in Berlin statt. Am Abend versammelten sich nach Angaben der Polizei etwa 5000 Demonstranten für die zentrale „revolutionäre Demonstration zum 1. Mai“. Die Organisatoren gaben die Teilnehmerzahl mit mehr als 20.000 an. Mehrere Organisationen und Bündnisse hatten zur Teilnahme aufgerufen, die Polizei ist mit einem Großaufgebot von rund 5600 Beamten im Einsatz. Die Demonstration richtete sich unter anderem gegen Rassismus und Kapitalismus sowie die Mietenpolitik.

Jedoch stoppte die Polizei den Zug schon kurz nach dem Start – und erklärte die Veranstaltung um kurz nach 21 Uhr für beendet. Zuvor hatte sie erklärt, es würden „einzelne Blöcke der Demo polizeilich ausgeschlossen“. Grund sei die Nicht-Einhaltung von Hygieneregeln. Reporter des RBB berichteten zwar, dass die Mindestabstände nicht immer eingehalten wurden, die allermeisten Menschen aber Masken trugen. Der Stopp des Zuges führte zudem dazu, dass sich die Menschen auf der Sonnenallee stauten und die Stimmung angespannter wurde. Es flogen Böller und Flaschen auf Beamte, die wiederum Pfefferspray einsetzten und mehrere Menschen festnahmen.


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